Sonntag, Februar 10, 2013

Plagiaphopie

Kennen sie schon das neueste aus der Serien Phobien und mehr?

Sie ist zwar noch nicht im aktuellen Katalog aufgenommen, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Die "Plagiaphobie" oder auch lateinisch "plagia neurosa politica".

Begleiterscheinungen sind Schlaflosigkeit, Verlust sozialer Kontakte und politischer Ämter, zwanghaftes Abstreiten und viele mehr. Die Angst der Politiker vor der Überprüfung ihrer Doktorarbeiten. Ein Gespenst geht um in Deutschland und seltsamerweise gerne vor Bundestagswahlen.

Ein Schlingel wer böses dabei denkt. Mal ehrlich, das nervt inzwischen. Das erinnert ja bald an die Hexenjagden im Mittelalter. Und seltsamerweise ist der momentane Hexenjäger ein SPD-Mitglied. Natürlich nur rein zufällig.


Mister Heidingsfelder nimmt nun auch die Nachfolgerin Frau Wanka unter die Lupe und hofft darauf fündig zu werden. Dann wird ihm wohl Steinbrück persönlich den Lorbeerkranz aufsetzen.
Schade, das Politik nun auch so öffentlich zum schmutzigen Geschäft gemacht wird. Warum nicht einfach generell mal alle Doktorarbeiten aller Politiker unter die Lupe nehmen? Ein neues Amt muss her. Das Amt für Plagiatsüberwachung. Das würde Arbeitsplätze schaffen, jede Menge Stoff für die Gazetten und wir hätten das Thema dann irgendwann mal vom Hals.

Es kann doch nicht sein, das jetzt auf ewig Politiker ihrem Tagesgeschäft nicht mehr in der nötigen Ruhe nachgehen können, weil irgendso ein Kamel das 30 Jahre lang gewachsene Gras über der Doktorarbeit wegfrisst.

Außerdem: Es ist doch alles schon gesagt. Was soll so eine Doktorarbeit wie z.B. "die Redundanz der Sozialsysteme, das Ökosystem unter der Lupe des Kapitalismus, Plagiatismus als moderner Wirtschaftsfaktor" oder irgend ein anderer Quatsch denn an neuen Erkentnissen bringen. Wer jetzt nicht zufällig eine neue Planzen-/Tier-/Bakterien- oder Politikerrasse entdeckt tut sich natürlich schwer, all die schon geschrieben Sätze neu und unnachahmlich zu formulieren.

Und es gibt doch noch größere Probleme als das auskundschaften uralter Doktorarbeiten, die eh´im Normalfall keiner mehr liest. Außer natürlich dem Herrn Heidingsfelder. Der dafür ja auch gut bezahlt wird. Natürlich nicht von der SPD. Der Security Plagiat Deutschland. Ist doch klar.

Und zum Schluss sei die Frage erlaubt nach der Kompetenz der Professoren, die damals all diese tollen Doktorarbeiten mit summa cum Laude bewertet haben. Sind das alles Fachidioten, die freundlich und inkompetent die Doktorarbeiten abgewunken, durchgewunken und für prima befunden haben.
Auch wenn Google damals noch nicht geholfen hat. Wenn so offenkundig und mit Absicht gemogelt wurde, wie es jetzt bei Frau Schavan heißt, dann gehört bitte schön auch der damalige Professorenausschuss auf den Scheiterhaufen. Und vor allem sollte man mal die Doktorarbeiten dieser Super-Professoren überprüfen. Das wäre doch eine weiter Lebensaufgabe für Herrn Heidingsfelder.

PS: Sollten sie hier ein Plagiat gefunden haben, können sie es gerne behalten.
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Dienstag, Januar 15, 2013

No Risk No Fun No Money

Denkt sich wohl Herr Steinbrück momentan. Während die amtierende Kanzlerin still und bescheiden im Hintergrund werkelt, geht er populistisch voll in die Offensive. Gut. Eine kämpft hinter den Kulissen, einer davor. Da kommt man sich wenigstens nicht ins Gehege. So recht versteht aber keiner, was Herr Steinbrück eigentlich bezweckt.

Es gibt ja mehrere Möglichkeiten.

1) Er unterstützt die amtierende Kanzlerin und steht voll hinter einer Amtszeitverlängerung seiner Konkurrentin. Weil er dann selber wieder mehr Zeit für Vorträge hat

2) Er hat eigentlich keinen Bock auf das Kanzleramt, weil er lieber wieder so richtig Kohle mit Vorträgen verdienen würde.

3) Er bereitet seinen medienwirksamen Abgang aus der großen Politik vor, weil er insgeheim bereits an seiner Autobiografie schreibt und auf hohe Verkaufszahlen und viele Vortragsangebote hofft.

4)Unterbewusst wäre er lieber Mitglied einer mehr marktwirtschaftlich orientierten Partei und hofft auf ein Angebot aus der CDU.

5) Er ist im Stillen bereits so mit der Zusammenstellung seiner Vortragsreisen 2013-2014 beschäftigt, dass er nicht bemerkt hat, dass sein Wahlkampfteam inzwischen von der CDU übernommen wurde.

6) Er hat die Kandidatur ja eh nur übernommen, weil kein anderer da war und hat jetzt ein viel besseres Angebot von Thyssen-Krupp erhalten.

7) Er ist so von sich selbst überzeugt, dass er die Wähler für völlig verblödet hält.

Wie auch immer. Die Gründe mögen rätselhaft bleiben. Jedenfalls wirkt es schon irgendwie seltsam. Da rückt ein Spitzenpolitiker ins Rampenlicht, weil er Millionen mit Vorträgen nebenher verdient, die teilweise der Steuerzahler über seine Abwassergebühren mitfinanziert. Sitzt auffällig unauffällig im Aufsichtsrat eines korrupten Unternehmens und fordert höhere Einkommen für das Kanzleramt. Echt sympathisch der Mann.

Lieber Herr Steinbrück. Ganz ehrlich. Wollen sie denn eigentlich noch ernsthaft Kanzler werden? Da stellt sich einer wie sie breitbeinig vor die Masse der Wähler, greift sich machomäßig in den Schritt. Aus der Hemdstasche quellen die Euroscheine, Tickets für seine Vortragsreisen und das sozialistisch rote Parteibuch.

Und sagt dann lässig auf den Boden spuckend: „ Wählt mich oder keine. Frauen in höheren Positionen leben doch eh nur vom Frauenbonus.“ Da fällt mir persönlich die Entscheidung leicht.

Und nur mal nebenbei. Da wurde jüngst ein Politiker wegen einer misslungenen Doktorarbeit respektive tausender fehlender Fußnoten oder wegen einem Bobbycar für den Junior oder einer nebulösen Hotelzimmerrechnung über 600.-EUR aus dem Amt gemobbt.

Und andererseits soll so ein Chaot, der von einem millionenschweren Fettnäpfchen ins andere tritt ernsthaft noch Kanzler aller Deutschen werden? Wo bleibt da die Relativität? Aber was macht man nicht alles, wenn die Alternative fehlt. Read more!

Montag, Dezember 31, 2012

Sorry

Dezember 2012

Also vorweg. Die letzte Zeit kam ich nicht mehr zum Schreiben. Das lag wohl weniger an einer Welt voller Harmonie, ohne Sorgen, Griechen, Politiker und Menschenrechtsverletzungen. Nein, irgendwie fehlte einfach die Zeit. Ich bitte um Verständnis und gelobe Besserung
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Montag, Juli 30, 2012

Endlich! Darauf hat die Welt gewartet. Zumindest scheinbar die Deutsche Fernsehwelt. In diesen trüben Tagen der aussichtslosen Hoffnungslosigkeit, des bevorstehenden Europäischen Unterganges. Tage, an denen nicht nur in den südlichen Urlaubsländern selbst die Sonne nur noch gequält aus ihrem finsteren Bett aufsteht nur um mit ihrem Licht die ganze Tristess der Lage zu beleuchten. In diesen finsteren Tagen gebärt Deutschland zwei neue Helden. Angetreten die Welt vom Trübsal zu erretten, der Jugend Vorbild zu sein auf ihrem schweren Weg in eine bessere, menschlichere Zukunft, den Begriff Deutscher Kultur neu und modern zu definieren. Rössler und …...... Quatsch, sorry.
Das hier mag Satire sein, Aber wir wollen es denn doch nicht übertreiben. Nein. Im Zeichen der Selbstzerstümmelung und hoffähig werdenden Schwachsinns folgen wir den neuen Deutschen Sternen am Firmament unserer Fernsehgesellschaft.

Oder besser gesagt. Endlich haben wir Deutsche die Antwort auf JackAss gefunden. Joko und Klaas. Mal Hand aufs Herz. Was gibt es sinnvolleres in dieser hoffnungslosen Zeit als sich mit Kochsalzlösung voll zu pumpen, andere mit Silvesterraketen zu beschießen, mit blanken Händen Stromleitungen zu prüfen und nach beschwerlichem Weg durchs Gebirge Gebetsstätten zu entehren.

Geht es dabei doch nicht nur um Spaß. Nein, Joko und Klaas könnten Vorbilder einer ganzen Generation werden. Selbst kritische Kritiker sehen hier wohl eine Veränderung unserer gesellschaftlichen Ordnung hin zu einer besseren, moralisch-kulturell-ethisch höherstehender Werteorientierung.

Demnächst also werden als Zeichen ihrer Eingebundenheit in eben diese neue, bessere Gesellschaft Schüler sich gegenseitig Kochsalzlösung spritzen, Kindergartenkinder ihre Freunde mit Silvesterraketen beschießen oder Spaßeshalber im Satanskostüm vom Kölner Dom springen.

Liebe Eltern, dank Joko und Klaas wird die nachwachsende Krone der Schöpfung neue geistige Höhen erklimmen. Eben z.B. den Kölner Dom. Schöne neue Welt, ich freu´ mich drauf.

Ist derartiges in Zukunft überhaupt noch zu übertreffen? Ist mit Joko und Klaas die Spitze menschlicher Entwicklungsfähigkeit bereits erreicht?

Wie als Antwort, wenn bestimmt auch nur Zufall, berichtet eine Deutsche Tageszeitung (ratet mal welche) auf Seite 12 über unsere neuen (Fernseh-) Helden. Und bereits auf Seite 13 über den Batmann-Killer und den Jahrestag des Masakers von Norwegen. Zufall, Absicht oder Gedankenlosigkeit? Jedenfalls irgendwie respektlos.

Auf einer Seite die Verherrlichung von Sado-Maso, Jubel über -wenn auch freiwillig- zugefügten Schmerz. Die Stilisierung entarteten Verhaltens zum Heldentum. Das feiern einer neuen Deutschen Kultur der Sinnlosigkeit. Auf der anderen Seite Gedenken an die Opfer unfreiwilliger Gewalt, die Opfer eines Täters, der im Namen eines Fernsehhelden ein Massaker verübt.

Weit hergeholt mag man sagen. Es ziemt sich nicht, ist unerhört hier zwischen den Seiten 12 und 13 Verbindungen zu ziehen. Und ich entschuldige mich vorweg vorsichtshalber.
Doch wie respektvoll wird eine Gesellschaft auf Dauer mit dem Leben umgehen, wenn Schmerz, körperliche und psychische Gewalt, Respektlosigkeit vor der Unversehrtheit anderer als neue gesellschaftliche Wertmaßstäbe etabliert werden? Ist es wirklich nur Spaß, andere absichtlich an Stromleitungen greifen zu lassen, sie mit Silvesterraketen zu beschießen? Kann man derartiges wirklich als heldenhaft, als Kultur bezeichnen, ist das die schöne neue Welt?

Wie erklärt man Kinder derartiges Verhalten gleichzeitig als „heldenhaft“, während es andererseits wohl keinem Elternteil gefallen würde, wenn ihre Kindes gleiches täten.

Für mich jedenfalls sind Joko und Klaas keine Helden. Wie schreibe ich das jetzt politisch korrekt. Eher so etwas wie Krebsgeschwüre einer entarteten (Fernseh-) Gesellschaft. Die hoffentlich nie Vorbild künftiger Generationen werden. Read more!

Mittwoch, Mai 23, 2012

Wo bleibt Bild

Vorweg erst mal pardon. Satire.de hatte eine kurze Auszeit. Ich musste schnell mal meine Griechischen Konten auflösen und das Geld in Sicherheit bringen. Gerade noch rechtzeitig, bevor Sarazin die Drachme wieder einführt.
Aber nun wieder zum täglichen Tagesgeschäft. Jedenfalls musste ich Heute erstaunt feststellen, dass unsere liebe Bild, die doch sonst immer an erster Stelle die topaktuellen News bringt, die News des Tages völlig verpennt hat. Da kämpft ein Journal monatelang verzweifelt und mit aller Macht gegen die Mächte des Bösen. Nimmt kein Blatt vor den schäumenden Mund. Und jetzt diese Blamage. Bild hätte fast das gesamte politische System Deutschlands ins Wanken gebracht. Schon wurde die Zahl der wildledergepolsterten Zellen für politische Gefangene drastisch erhöht. Kein Tag ohne die Schandtaten des Herrn Wulff in Fettdruck auf der ersten Seite. Vom Bobbycar bis zum gesponserten Abendkleid der First-Lady wurde erbarmungslos alles ans Licht gebracht. Jede Scheibe Wurst, die Wulff-Junior in der Metzgerei um die Ecke bekommen hatte wurde akribisch in der Liste der Schande vermerkt. Und nun?

Die Ermittlungen gegen Wulff werden ersten Meldungen zu Folge ergebnislos eingestellt.
Weder das Bobbycar noch die Gelbwurst des Metzgers um die Ecke konnten als Grundlage für eine mafiöse, bundesweite Bestechungsorgie unter dem Deckmantes des Bundespräsidialamtes anerkannt werden.
Ja liebe Bild. Was ist los? Wo bleibt denn nun der ganzseitige Artikel über die Abenteuer des Herrn Wulff? Das ist echt enttäuschend. Warum kein Aufruf zur Wiedereinsetzung des Herrn Wulff in sein altes Amt? Und das Bildgirl-von-Seite-1 habt ihr auch eingestellt.
 Also liebe Bild: Es lohnt sich bald wirklich nicht mehr, dafür noch 70Cent auszugeben. Read more!

Samstag, April 07, 2012

Büches stellt Guiness-Buch-verdächtigen Rekord auf

Sensationell, kaum zu glauben aber wahr. Ein neuer Rekord ist zu vermelden. Darauf können die Büdinger und alle die mal eben so durch diese wunderschöne ins Mittelalter zurück gefallene Stadt oder vorab Büches fahren wahrhaft stolz sein.
Damit meine ich jetzt nicht das demnächst eröffnende Lebensmittelgeschäft. Das gefühlt etwa 37te in Büdingen. Lebensmittelgeschäfte gibt es ja hier wie Sand am Meer. Oder besser gesagt: Büdingen hat mehr Sand als Meer zu bieten. Ansonsten hapert es nach wie vor an echten Einkaufsattraktionen. Zumindest für eine Stadt, die sich als Einkaufsstadt versteht. Wer fährt schon wegen ein paar Quarktaschen oder einem Pfund Butter von Gelnhausen oder Hanau nach Büdingen? Wobei das mit dem Überangebot an Discountern ja inzwischen überall zu vermelden ist. Soviel futtern kann man ja beim besten Willen nicht, Oder doch? Ja, doch, geht schon.


Aber das war ja jetzt gar nicht das Thema.
Nein, liebe Autofahrer. An alle die Morgens und Abends über die schönen Straßen fahren, gutgelaunt und voller Vorfreude auf die Arbeit, das Heim oder den angesteuerten Lebensmitteldiscounter. Liebe Autofahrer, ihr seid die Besten. Ihr habt diesen grandiosen Rekord erst möglich gemacht. Und dabei untertreibe ich jetzt sogar noch. Denn meine Rechnung beginnt erst dieses Jahr. Die Monate davor sind noch gar nicht eingerechnet.
Also um es kurz zu machen. Nun kein langes Geschwafel mehr. Wir sind ja hier nicht im Parlament.
Seit Anfang des Jahres – gut hingehört oder besser hingelesen - , man glaubt es kaum.
Seit 01.01.2012 hat keiner unserer lieben Mitautofahrer angehalten, um einen geschätzten Mitbürger in den fließenden Verkehr einfädeln zu lassen. Im Gegenteil. Wagemutig, Leib und Leben riskierend für die gute Sache wurde alles menschenmögliche getan, um diesen sensationellen Rekord zu erreichen. Alles um zu verhindern, dass irgendein Trottel, der sich in den fließenden Verkehr drängen wollte den Eintrag ins Buch der Rekorde noch verhindern könnte.
Selbst bereits schon halb mit ihrem Auto auf der Straße stehende Einwohner wurden mit aufheulenden Motoren und wagemutigen Manövern trotz Gegenverkehr selbstlos umfahren. Alles in aufopferungsvoller Hingabe, für den Rekord der Rekorde. Und liebe Autofahrer aus Büdingen und diejenigen die hier nur schnell durchfahren.
Es ist gelungen. Mindestens seit Anfang des Jahres konnte verhindert werden, das sich ein Mitbürger aus Büches
(in diesem Falle ich) in den fließenden Verkehr einfädeln konnte. Auch wenn es vielen schwergefallen sein musste den naturgegebenen sozialen Trieb zur Hilfe zu unterdrücken. Und viele mit starrem Blick, fast ins Lenkrad beißend, nur unter größtem Leidensdruck und vollem Druck aufs Gaspedal vermeiden konnten mitleidig anzuhalten.
Liebe Autofahrer: Ihr könnt wahrhaft stolz sein auf das geleistete.
Doch Vorsicht. Auch aus anderen Teilen der Republik hört man inzwischen ähnliche Rekordversuche.
Deswegen aufgepasst und weiter so. Das Hundert schafft ihr noch locker.
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Mittwoch, Februar 22, 2012

Da bleibt einem die Luft weg

Quelle: Gulf Das war ja nur eine Frage der Zeit.
Ich habe mich schon immer gewundert, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist.
Inzwischen kann man ja kaum noch vor die Tür gehen, geschweige denn irgendwo auf´s Klo, ohne zur Kasse gebeten zu werden.
Nach dem Motto "alles nur ein Euro". Mindestens.
Wenigstens die Luft zum Atmen gab es bisher noch gratis.
Aber.....


..... zumindest die Luft zum Aufpumpen der Autoreifen wurde jetzt in östlichen Gebieten Deutschlands schon als mögliche Einnahmequelle erkannt.
Gulf führt flächendeckend Luftdruckautomaten an der Tankstellenkette ein. Fünf Minuten Luft 1Euro.
Was kommt als nächstes? Der Wasserautomat? Je Füllung Scheibenwaschanlage 50Cent! Neben dem Kondomautomaten dann der Automat für Dieselfahrer: Einmalhandschuhe 20Cent.

Also liebe Leser: Aufgepasst. Wenn ihr irgendwann mal ein Schild mit dem Gulfzeichen sehen solltet: Bitte,bitte. Macht einen großen Bogen drum herum. Wehret den Anfängen.

Bis zur Einführung der Atemluftsteuer ist es nur noch ein kurzer Weg.


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Samstag, Februar 11, 2012

Moderne Kriegsführung

Vorweg eine die Medienwelt wahrscheinlich erschütternde Nachricht.
Ich habe mir heute keine Bildzeitung gekauft. Ein herber Rückschlag für die Erfolgsbilanz des Springerkonzerns. Aber dass haben die sich selber eingebrockt.

Was zu viel ist, ist zu viel. Und inzwischen ödet es mich wirklich an, wie hier ein beleidigter Redakteur und ein rachsüchtiges Klatschblatt so lange im Dreck herumwühlen, bis sie wieder etwas gefunden haben in Sachen Wulff.


Schön und gut. Wulff mag inzwischen die Nation spalten. Er ist nicht unbedingt der Typus Politiker, der mit geschliffenen Reden die Nation zu standing ovations verführt. Sein Krisenmanagement ist mehr als unprofessionell und unglaubwürdig. Mit seinen jungen Jahren spürt man die fehlende Erfahrung im politischen Geschäft. Frühestens im päpstlichen Alter ist ein Mensch bereit für staatstragende Ämter wie die des Bundespräsidenten.
Und er und seine Frau scheinen wohl kaum diejenigen zu sein, die nicht gerne mal an den Honigtöpfen dieser Welt naschen, wenn sie wohlfeil geboten werden.

Trotzdem. Eines erscheint mir klar. Die Bildzeitung wird erst Ruhe geben, wenn Wulff den Krieg verloren gibt. So lange wird gewühlt, gesuhlt und im Dreck dieser Welt gesucht. Und wer suchet, der wird finden. Tausende von spiegelschen Reportern scheinen dieser Tage ihre Zeit damit zu verbringen, die Lebensjahre der Familie Wulff aufs kleinste zu durchleuchten. Dass bis dato nichts weiter gefunden wurde als ein geschenktes Bobby-Car, ein ominös bar bezahltes Hotelzimmer für 3Tage und ähnliche Kleinigkeiten, mag da fast verwundern. Keine echten Leichen im Keller, kein tatsächlich faktisch nachgewiesener Bestechungsskandal, keine Verstrickung in den internationalen Waffenhandel mit Syrien. Ein trotz aller Schlagzeilen doch eher ernüchterndes Ergebnis. Aber in der Masse wird es wohl doch irgendwann das Amt des Bundespräsidenten vernichten. Es lebe die moderne Kriegsführung. Gar mächtig ist das Wort.

Wer kommt dann anschließend an die Reihe? Wer wagt es, sich mit der Bildzeitung anzulegen und im Eifer des Gefechts ein böses Wort auf der Mailbox des Chefredakteurs zu hinterlassen? Oder bin ich jetzt das nächste Opfer? Werden sich die redaktionären Heerscharen dieser Welt, wenn das Werk Wulff erledigt ist, auf mein bescheidenes Leben stürzen? Schließlich ist es gewagt, sich der geballten Macht des Wortes bzw. der Bildzeitung entgegen zu stellen. Niemand zweifelt ungestraft und öffentlich an den medialen Göttern dieser Welt.


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Donnerstag, Dezember 08, 2011

Mercedes goes Pullmann

Es gibt gute News dieser Tage.
Nein, nicht was sie denken. Das Griechenland jetzt vielleicht auch irgendwo in den Büchern einer Bank 55Milliarden entdeckt hat, die versehentlich durch einen schlichten Buchungsfehler verschollen waren. Oder dass die Eurokrise jetzt endlich vorbei ist. Oder so.

Nein. Mercedes baut den Pullmann wieder. Ist dass nicht super.


Der Pullmann 600 wird wiederbelebt. Natürlich mit etwas mehr Luxus. Da freuen wir uns doch alle. Denn am selben Tag verhieß uns eine der vielen Schlagzeilen den nun endlich und seit Jahren sehnsüchtig erwarteten Niedergang des Euros.
Das ist nun also die Gelegenheit seine mühsam zur Seite gelegten Spargroschen noch schnell inflationssicher und standesgemäß anzulegen. Wobei nicht jeder so viele Groschen auf dem Sparbuch haben wird. Wenn überhaupt.

Auch das mal wieder ein schönes Beispiel für die Gespaltenheit unserer Gesellschaft.
Der eine läuft jeden Tag 15km zur Arbeit, weil er sich die Bahnfahrkarte nicht leisten kann oder bei 6,50EUR Stundenlohn nur noch wenig hängen bliebe.
Der andere kauft sich mal eben schnell einen Pullmann V12 mit 650PS um standesgemäß unterwegs zu sein. Oder vielleicht lieber die Hybrid-Version, um das Umweltgewissen zu beruhigen.

Es ist schon was dran an dem Wandel unserer Gesellschaft und der immer weiter auseinander klaffenden Schere zwischen oben und unten.


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Freitag, Dezember 02, 2011

Castor-Party

Dieser Tage war es mal wieder so weit. Endlich. Lange mussten wir warten. Tausende fieberten ja schon seit Monaten diesem Event entgegen. Die Limousinen-Fahrer der Grünenpolitiker hatten wahrscheinlich wieder Urlaubssperre. Castor-Party. Bereits seit Wochen hatte sich der harte Kern der Partygäste intensivst vorbereitet. Handgestrickte Schals und Mützen, selbstgezogener Ökotee und vor allem die obligatorischen Betonblöcke. Liebevoll in Eigenarbeit gegossen und mit Handschellen verziert. Sado-Maso in freier Natur auf den Bahngleisen. Da geht die Party so richtig ab.


Schließlich kann man für einen hohen Millionenbetrag ja auch was ganz besonderes erwarten. Wenn der Steuerzahler schon so großzügig ist und hier für einen erlauchten Kreis ein Volksfest spendiert. Und die Polizisten sollen ja einmal im Jahr auch mal so richtig abrocken dürfen.

Etwas verwundert kann man allerdings über so manche wissenschaftliche Anmerkung sein. Laut Greenpeace ist die Strahlung in einigen Metern vom Castor entfernt doch relativ hoch. So etwa wie an einem schönen Sommertag im Schwarzwald. Das macht es natürlich verständlich, dass Tausende Erlebnishungriger die Nähe des Castors suchen und ihn möglichst lange blockieren. Sozusagen Sonnenhungrige auf der Suche nach der richtigen Dosis Vergnügen. Oder ist das mit der Greenpeace-Messung doch nicht so tragisch.?
Überhaupt: Die Franzosen blockieren den Castor, als wollten sie verhindern, dass der Atomschrott wieder nach Deutschland reimportiert wird. Anstatt jubelnd den Dingen freien Lauf zu lassen.
Und was soll eine Anti-Atom-Demo in Zeiten beschlossenen Ausstieges? Der ewig Negative mistraut natürlich den politischen Worten. Verständlich. Aber ich glaube nicht, dass es noch einen Rücktritt vom Atomausstieg geben wird. Auch wenn momentan noch niemand weiß, woher die Millionen von Elektroautos kommender Generationen ihren Strom beziehen werden.

Also doch nur Party? Event-Hopping. Erster Zwischenstopp Stuttgart 21. Dann schnell per ICE zur Castor-Party. So viel Spaß muss sein.
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